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Gute Gründe fürs umweltfreundliche Wickeln mit Stoffwindeln

ABFALL

Stoffwindeln verursachen sehr wenig Abfall. Ein Kleinkind benötigt durchschnittlich 5'000 – 6'000 Wegwerfwindeln während seiner Wickelzeit. Dies ergibt ca. eine Tonne Abfall.

MATERIALIEN

Stoffwindeln sind aus natürlichen Materialien. Das Wickeln mit Stoffwindeln ist sehr schonend für die zarte Babyhaut. Die meisten Wegwerfwindeln enthalten chemische Substanzen (z.B. Duftstoffe, Bleichmittel usw.). Einige dieser Chemikalien können Hautreizungen beim Baby hervorrufen oder sogar allergische Reaktionen auslösen. Viele Wegwerfwindeln werden aus Kunststoff (insbesonders aus Polyethylen und aus Polypropylen) produziert. Es dauert ca. 300 – 450 Jahre, bis eine Wegwerfwindel zersetzt ist.

STUDIE AUS 2023

Eine aktuelle Studie aus dem Jahr 2023 zeigt, dass der ökologische Fussabdruck von Stoffwindeln 25% tiefer ausfällt im Vergleich zu Wegwerfwindeln. Hier kannst du die Studie (auf Englisch) nachlesen. Life Cycle Assesment Studie

STUDIE AUS 2008

Eine britische Studie aus dem Jahr 2008 hat festgestellt, dass die Herstellung von Wegwerfwindeln noch grössere Umweltauswirkungen hat, als ihre Abfallentsorgung. Die Studie zum Nachlesen (in Englisch) gibt’s hier: An updated lifecycle assessment for disposable and reusable nappies

BREITES WICKELN

Durch die Nutzung von Stoffwindeln wird automatisch breit gewickelt. Das breite Wickeln hilft nicht nur bei Hüftdysplasie, es stabilisiert und stärkt die Hüftgelenke und unterstützt die Hüftentwicklung in den ersten Lebensmonaten.

TEMPERATUR

Die Innentemperatur der Stoffwindeln ist nachweislich tiefer als in Wegwerfwindeln. Dies ist insbesondere für Jungs ein wichtiges Thema in Bezug auf die Entwicklung der Hoden und Spermienzahl.

KOSTEN

Der finanzielle Vorteil zeigt sich bereits beim Wickeln des ersten Kindes mit Stoffwindeln: Die Anschaffungskosten und die Kosten fürs Waschen sind niedriger, als die Kosten für Wegwerfwindeln. Werden die Stoffwindeln für mehrere Kinder genutzt, spart man erneut. 

Hier geht’s zu einem detaillierten Kostenvergleich.

UNFÄLLE

Der Stuhl des Babys ist bei unseren Stoffwindeln nie aus der Windel ausgelaufen.

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Aus persönlicher Erfahrung kann ich festhalten, dass viele Vorurteile über Stoffwindeln bei uns nie eingetreten sind:

MÜHSAM UND AUFWÄNDIG

Sicher ist dieser Punkt abhängig vom gewählten System. Wir benutzten Prefolds und PUL-Überhosen. Dies ergibt in der Woche 2 Wäschetrommeln mehr Wäsche. Aber wenn wir ehrlich bleiben: Man muss die Wäschetrommel laden, Waschmittel einfüllen und nach dem Waschen die sauberen Prefolds in den Trockner umladen. Während die Waschmaschine die Reinigungsarbeiten und der Trockner die Trocknungsarbeiten übernimmt, muss nicht daneben gewartet werden. Die PUL-Überhosen können bei Bedarf mit der normalen 40 Grad Babywäsche mitgewaschen werden.

ALTMODISCH

Von früher kennt man die Mullwindeln zum Falten. Heutzutage gibt es eine unendliche Vielfalt an Systemen, Materialien und Designs für Stoffwindeln. Wir haben aus den unzähligen Möglichkeiten für uns die optimalste Stoffwindel zusammenstellen können – topmodern und sehr bunt.

UMSTÄNDLICH

Wir sind der Meinung, dass es weder zeitlich noch in der Handhabung eine Rolle spielt, ob man das Kind mit einer Stoffwindel oder einer Wegwerfwindel wickelt.

UNHYGIENISCH

Es stimmt, dass der Stuhlgang des Kindes ab Beikost im WC (statt inklusive Wegwerfwindel im Abfall) entsorgt wird. Mit dem richtigen Vlies gibt es auch bei der Stoffwindel keine schmutzigen Hände.

UNPRAKTISCH

Unterwegs: Die Stoffwindel muss nass und/oder schmutzig nach Hause genommen werden. Allerdings gibt es sehr handliche, kleine Wetbags, in welche die verschmutzen Sachen eingepackt werden können. So gibt’s keinen Gestank und zu Hause kann das Material für die Wäsche gelagert werden. Und nebenbei: Je nach dem, wo man unterwegs ist, kann die Wegwerfwindel nicht im Abfall entsorgt werden und man muss diese ebenfalls mit nach Hause nehmen.

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